Bhutan
Von 2023 bis 2025 bildete die Digital Literacy Initiative (DLI) in Bhutan 206 Lehrpersonen aus und verteilte 710 Laptops an 60 Schulen in 19 Dzongkhags, den Verwaltungsbezirken des Landes. Über 11’290 Kinder lernten, zu programmieren und eigene Projekte zu gestalten. Die VTOB Foundation setzte das Programm gemeinsam mit dem Ministerium für Bildung und Kompetenzentwicklung (MoESD) um. Die Dariu Foundation und die Regula und Beat Curti Stiftung finanzierten es. Den daraus entstandenen nationalen Coding-Wettbewerb führt das Ministerium seit 2025 selbst durch.
Das Bhutan Education Technology Framework 2025 nimmt KI in die nationalen Unterrichtsstandards auf und legt fest, welche Kenntnisse Lehrpersonen dafür brauchen. Das Programm DigiGyel soll die entsprechende Ausbildung ermöglichen. Von 2026 bis 2028 wird an jeder der 500 staatlichen Schulen eine Lehrperson zum Master-Trainer ausgebildet. Die viertägige Schulung umfasst KI-Grundlagen, Ethik und Unterrichtsgestaltung. Die Master-Trainer schulen anschliessend ihre Kolleginnen und Kollegen an der eigenen Schule, insgesamt 5’000 Lehrpersonen. Finanziert wird die Ausbildung der Master-Trainer. Die weitere Wissensvermittlung übernimmt das Schulsystem.
Die Schulungen finden ausschliesslich in den Schulferien statt. Die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern beginnt 2028. Geplant sind ein Dariu Tech Club an jeder Schule mit insgesamt 10’000 Teilnehmenden und 2’500 Schülerprojekten, dazu Bootcamps und eine nationale KI-Expo. Bis Ende 2028 sollen insgesamt 100’000 Schülerinnen und Schüler grundlegende KI-Kompetenzen erwerben.
Das Ministerium begleitet DigiGyel von Beginn an. Es wirkt bei den Schulungen mit, entscheidet über die Verteilung der Laptops und nimmt an den Monitoring-Besuchen teil.
Am Ende gehen die Schulungsunterlagen an das Ministerium und das Curriculum in das nationale System.






